26. Januar 2012 / Sabrina Kuchlbauer
Der Vorhang fällt noch lange nicht
Seit August letzten Jahres ist Schloss Neuschwanstein von bis zu 70 Meter hohen Gerüsten umgeben, der letzte Bauabschnitt der Fassadensanierung hat daraufhin im Herbst begonnen. Seit diesem Zeitpunkt ist der Blick vom Tal hinauf zur West- und Nordfassade stark eingeschränkt, sodass das Märchenschloss für einige Zeit ein bisschen von seinem äußeren Glanz einbüßen muss.
Nach dem Gerüstaufbau erfolgten zuerst umfangreiche Untersuchungen, bei der die Schäden an den Fassadenflächen festgehalten wurden. Im Oktober schloss man die Sanierung der historischen Straßenstützmauer von der Schlossmauer zum Schlossvorplatz ab. Grund für die Arbeiten war der größtenteils ausgewitterte Fugenmörtel, der verursachte, dass Bruchsteine aus der Mauer fielen und viele gebrochene Abdeckplatten lose auf dem Mauerwerk lagen. Zudem ergaben weitere Untersuchungen, dass die Traglast der Straße für den heutigen Schwerlastverkehr nicht ausreichend ist, sodass man vor der Sanierung der Mauer noch aufwendig die Straße sichern musste.
Im April werden dann, wenn es die Witterung zulässt, unter Leitung des Staatlichen Bauamtes Kempten die Natursteinmauern saniert. Durch das raue alpine Klima hat sich bereits ein großer Teil der Mörtelfugen zersetzt und somit an Tragfähigkeit verloren. Außerdem tritt verstärkt Wasser ein, was Feuchte- und Frostschäden zur Folge hat. Ende 2012 ist das Märchenschloss dann voraussichtlich wieder völlig gerüstfrei.
Weitere Informationen:
www.neuschwanstein.de oder unter www.schloesser.bayern.de
